Vorgespräch:

Im Zusammenhang mit einer Schönheitsoperation ist es verständlich, dass gewisse Bedenken seitens des Patienten bestehen. Somit ist ein Vorgespräch mit dem Chirurgen unerlässlich, um einerseits einen gewissen Einblick über den Operationsverlauf an sich zu erörtern, aber auch, um über eventuelle Risiken aufzuklären (Asymmetrien, Narbenbildung etc.). Generell sollte ein Gespräch natürlich Wissenswertes für den Patienten beinhalten, wie z. B.

 

  • Erwartungshaltung des Patienten
  • Möglichkeiten und Risiken des Facelifts
  • Verlauf der geplanten Operation an sich (Schnittfolgen etc.)
  • Mögliche Dauer des Klinikaufenthaltes
  • Wie kann der nachfolgende Heilungsprozess effektiv gestaltet werden?
  • Gibt es vergleichbare OPs? (Referenzen, Vergleichsphotos etc.)

 

Operation:

Im Allgemeinen wird bei einem Lifting das überschüssige Haut-, Fett- und Muskelgewebe entfernt und im Anschluss daran die übrige Hautpartie sorgfältig gestrafft. Hierbei werden - im Gegensatz zu früheren Techniken - auch die unteren Hautschichten behandelt, so dass das Risiko einer maskenhaft wirkenden Ausstrahlung weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Bei einer Gesichtsstraffung unterscheidet man grundsätzlich drei verschiedene Arten:

 

  • Das Obere Facelifting (die Straffung erfolgt im Stirnbereich)
  • Das Untere Facelifting (die Straffung erfolgt im Wangen- und Halsbereich)
  • Das Lidlifting

 

Freilich ist jedoch auch eine Kombination aus mehreren Techniken möglich, um das Gesamtbild zu vervollkommnen.

 

Während eines Oberen Facelifts kommt es hauptsächlich darauf an, Zornes- und intensive Mimikfalten im Stirnbereich zu regulieren. Auch hierbei unterscheidet man zwei Verfahrensweisen:

 

  • Die Schnitttechnik
  • Die Endoskopie

 

Letztere wird jedoch nur dann angewendet, wenn der Operationsumfang an sich aus medizinischen Gesichtspunkten auch in entsprechendem Umfang durchgeführt werden kann. Beim Oberen Facelift erfolgt der Schnitt oberhalb des Haaransatzes - und zwar von einem Ohr zum anderen. Anschließend wird das überschüssige Gewebe herausgelöst. Beim so genannten Unteren Facelift werden wiederum drei Methoden unterschieden, nämlich:

 

  • Das Face-Neck-Lifting
  • Das Minilifting
  • Das Midilifting

 

Abhängig von der jeweiligen Schnitttechnik beinhaltet auf der einen Seite das Face-Neck-Lifting sowohl den Wangen- den Hals- und zum Teil selbst den Kinnbereich, so dass im Nachhinein eine gestraffte Halsmuskulatur zu einem jüngeren Aussehen beiträgt. Hierbei werden übrigens auch die unteren Hautschichten (sprich: Bindegewebe, Fett etc.) mitberücksichtigt, was jedoch beim Mini-Lifting hingegen nicht der Fall ist. Denn bei dieser Verfahrensweise wird dank einer besonderen Schnittvariante „lediglich“ die obere Wangenhaut „in Form gebracht“. Beste Ergebnisse werden allerdings beim Midi-Lifting erzielt, da hier sowohl die oberen, als auch die unteren Hautschichten einbezogen und gestrafft werden. Nicht zuletzt ist dieser Umstand wohl auch der Grund für die Häufigkeit, bzw. die Beliebtheit dieser OP-Technik.

 

Nachsorge:

Wichtig ist im Zuge möglicher Wundheilungsstörungen (Wundrandnekrosen), dass mindestens einen Monat vor dem geplanten plastischen Eingriff nicht geraucht und kein Alkohol getrunken wird. Nach der Operation wird die Kühlung des behandelten Gesichtsbereiches empfohlen, eine längere Erholungsphase ist hernach ebenfalls unabdingbar. Um zudem Rötungen und Schwellungen zu minimieren, sollte der Patient niemals flach liegen, sondern stets ein oder mehrere Kissen als Unterlage verwenden. Regulär bilden sich Schwellungen jedoch drei bis vier Wochen nach dem Facelift von allein zurück.

 

Facelift